Mariä Aufnahme in den Himmel, 15. August 2004

Am heutigen Festtag haben Johanna und Hermann Peter ihre silberne Hochzeit gefeiert. Unser Kirchenchor hat unter Orgelbegleitung von Peter Gärtner zwei Lieder für das Jubelpaar gesungen. Am Ende des Gottesdienstes hat unser Pfarrer für die Urlaubsvertretung, Darius Sokolowski aus Polen, die von der Gemeinde mitgebrachten Kräuter gesegnet.     

Zum Hochfest Mariä Himmelfahrt:

Schon vor dem Konzil von Chalcedon im Jahr 451 war in der Ostkirche die Feier der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, das Fest Mariä Himmelfahrt bzw. In Assumptione B.M.V. in Gebrauch. Mindestens seit dem 7. Jahrhundert hatte die Westkirche dieses Fest am 15. August übernommen. Es wird heute als Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel gefeiert und hat durch die am 1. November 1950 durch Papst Pius XII. erfolgte Dogmatisierung der Aufnahme Mariens mit Leib und Seele in den Himmel einen starken Akzent erhalten. Von allen Marienfesten steht vor allen Dingen Mariä Himmelfahrt in Verbindung mit dem Brauchtum. Es wird auch Großer Frauentag, Maria Würzweih, Büschelfrauentag genannt. Obwohl es auch früher andere Feste gegeben hat, die mit einer Kräuterweihe verbunden waren, ist es heute fast überall nur noch das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel.

Warum gerade dieses Fest mit Kräutern in Verbindung steht, lässt sich nur spekulativ beantworten. Wohl kaum dürften die Marienlegenden ursächlich sein: Nach der Legenda aurea wurde auf Weisung eines Engels dem Leichnam Mariens eine Palme vorausgetragen; als Christus selbst drei Tage nach dem Tod seiner Mutter auf Erden erschien, um sie auf ihrem Weg in den Himmel zu begleiten, berichtet dieselbe Legende, habe sich ein unaussprechlicher Duft verbreitet. Eine jüngere Legende erzählt, als man das Grab Mariens später geöffnet habe, seien nur Rosen vorgefunden worden. Eher ist wahrscheinlich, dass die jahreszeitlich bedingte Getreidereife und Hochblüte der Natur in Erinnerung brachten, dass Maria traditionell als "Blume des Feldes und Lilie in den Tälern" (Hoheslied 2, 1) verehrt und seit dem 5. Jahrhundert als "guter und heiliger Acker" benannt wurde, der eine göttliche Ernte brachte, woraus sich die Darstellung Maria im Ährenkleid entwickelte. Die Symbolhandlung - mit Gottes Hilfe die Kräfte der Natur zu Gunsten von Mensch und Tier einzusetzen - bezog auch die Anzahl und die Auswahl der Kräuter ein. Ihre Anzahl war nicht gleichgültig, sondern betrug - landschaftlich und zeitlich unterschiedlich - zwischen sieben oder 99 Kräutern: sieben (als die alte heilige Zahl) oder neun (also drei mal drei!) waren normal, aber auch zwölf oder 24, 72 oder gar 99 sind bekannt. Kräuter, die dabei Verwendung fanden, waren oder sind: Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Rainfarn, Schafgarbe, Königskerze, Tausendgüldenkraut, Eisenkraut, und gelegentlich: Wiesenknopf, Kamille, Thymian, Baldrian, Odermennig, Alant, Klee und die verschiedenen Getreidearten. (Quelle: www.festjahr.de)

2004-08-15_mariahimmelfahrt_001 2004-08-15_mariahimmelfahrt_002 2004-08-15_mariahimmelfahrt_003 2004-08-15_mariahimmelfahrt_004
2004-08-15_mariahimmelfahrt_005 2004-08-15_mariahimmelfahrt_006 2004-08-15_mariahimmelfahrt_007 2004-08-15_mariahimmelfahrt_008
2004-08-15_mariahimmelfahrt_009 2004-08-15_mariahimmelfahrt_010 2004-08-15_mariahimmelfahrt_011 2004-08-15_mariahimmelfahrt_012
2004-08-15_mariahimmelfahrt_013 2004-08-15_mariahimmelfahrt_014 2004-08-15_mariahimmelfahrt_015 2004-08-15_mariahimmelfahrt_016